Reise ins Herz Afrikas - auf den Spuren der Nilquellen
Je nachdem, welchen Quellen der objektive Betrachter mehr Glauben schenkt, ist der Nil in Ägypten der längste, mindestens aber der zweitlängste Fluss der Welt. Der Hauptgrund für die Unklarheiten bezüglich dieses inoffiziellen Titels, um den sich der Nil und der Amazonas in Südamerika duellieren, liegt darin, dass die Quellen der Lebensader Ägyptens dar nicht so leicht zu definieren sind. Heute weiß man, dass der Nil in der Nähe des Victoriasees im Grenzgebiet zwischen Kenia, Tansania und Uganda im Osten Afrikas entspringt und sich anschließend seinen Weg über Ägypten bis ins Mittelmeer bahnt.
Nur die wenigsten Passagiere der Nilkreuzfahrten in Ägypten zwischen Luxor und Assuan wissen, welch großartige Geschichte sich hinter der Entdeckung der Nilquellen verbirgt. Auf die Spuren dieses Rätsels begibt sich der Autor Peter Laufmann mit seinem Buch "Reise ins Herz Afrikas", das im Verlag Fredering & Thaler erschienen ist. Auf 144 Seiten mit 90 Bildern rekonstruiert Peter Laufmann die Expedition der beiden britischen Entdecker Richard Francis Burton und John Hanning Speke, die sich Mitte des 19. Jahrhunderts auf die Suche nach den Nilquellen machten.
Bis dahin hatten sich unter anderem Alexander der Große, Kaiser Nero und in den folgenden Jahrhunderten unzählige weitere Herrscher diesem Unterfangen erfolglos gestellt. Auch wenn John Hanning Speke mit seiner Vermutung, der Nil entspringe im Victoriasee der Wahrheit schon sehr nahe kam, sollte auch die Mission der beiden Briten scheitern. Das Buch "Reise ins Herzen Afrikas" von Peter Laufmann ist der perfekte Lesestoff für alle jene, die sich bei einer Nilkreuzfahrt in Ägypten einen tiefen Blick hinter die Kulissen dieses mächtigen Stroms werfen wollen und kann als Reiselektüre wärmstens empfohlen werden.