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Ägypten forciert Schutz der Nil-Krokodile

Bei Nilkreuzfahrten in Ägypten gehören Krokodile zu den ständigen Begleitern. Den Touristen begegnen die urzeitlichen Echsen aber längst nicht mehr nur im Nil, der nach wie vor den natürlichen Lebensraum der Krokodile in Ägypten markiert, sondern inzwischen auch als vermeintliche Attraktion in Hotels und auf den Basaren zwischen Luxor und Assuan. Teilweise werden junge Krokodile sogar auf offener Straße an Touristen verkauft. Die Behörden in Ägypten weisen nun darauf hin, dass nicht nur die Ausfuhr derartiger Souvenirs von Nilkreuzfahrten verboten ist, sondern allein der Handel mit wildlebenden Krokodilen strafrechtlich relevant ist.

Im Rahmen einer soeben gestarteten Kampagne sollen die Teilnehmer von Nilkreuzfahrten für die aus dem Handel mit Krokodilen resultierenden Probleme sensibilisiert werden. Der Bestand der Nil-Krokodile ist in den letzten Jahren so stark zurückgegangen, dass die Tiere inzwischen sogar vom Aussterben bedroht sind. In Ägypten werden die Vorgaben des Washingtoner Artenschutzabkommens deshalb ab sofort rigoros umgesetzt.

Die Kampagne weist unter anderem darauf hin, dass das öffentliche Ausstellen lebender Krokodile, wie es in einigen Hotels in Ägypten praktiziert wird, illegal ist. Derzeit prüfen die Behörden in Ägypten den Antrag eines Züchters am Nil, der seine Krokodile an Hotels verkaufen will. Damit könnten unter Umständen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Hotelbetreiber und Touristen könnten sich auch in Zukunft an den Tieren erfreuen, gleichzeitig würde der Bestand der Krokodile im Nil und Nassersee vor Wilderern geschützt.

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