Umweltschutz wird am Nil in Ägypten immer wichtiger
Der Nil in Ägypten gilt seit jeher als Lebensgrundlage vieler Menschen im Land der Pharaonen und das nicht nur aufgrund seiner touristischen Bedeutung für die Nilkreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan. Auch viele Kilometer flussabwärts im Norden von Ägypten, dort wo der Nil in einem weitverzweigten Delta ins Mittelmeer mündet, leben die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes vom längsten Fluss der Welt. Das Nil-Delta stellt die einzige landwirtschaftlich nutzbare Fläche in Ägypten dar und ist für die Ernährung der Bevölkerung von immenser Bedeutung.
Um diesen Schatz langfristig bewahren zu können, spielen Themen wie Umweltschutz und Klimawandel inzwischen auch am Nil in Ägypten eine immer größere Rolle. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist der Austausch von Fachkräften zwischen der Alexander-von-Humboldt-Universität in Berlin mit Hochschulen in aller Welt. An dem Programm nehmen mit Hamada el-Sayed Aly und Ayman Abdel-Hamid auch zwei Stipendiaten aus Ägypten teil, die in ihrer Heimat an der Universität in Ismailia tätig sind.
Die beiden Wissenschaftler, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeit in Ismailia mit dem Umweltschutz und Klimawandel in Ägypten auseinandersetzen, beschäftigen sich während ihres Aufenthalts in Berlin mit dem Thema "Nutzung der Akazienbäume auf dem Sinai als Brennmaterial". Nicht nur an diesem Beispiel wird das wachsende Bewusstsein für den Umweltschutz in Ägypten deutlich. So gelten auch für die Nilkreuzfahrten in Ägypten inzwischen Standards, die dem nachhaltigen Schutz des längsten Flusses der Welt grecht werden und die Interessen der Menschen im Nil-Delta angemessen berücksichtigen.