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Nilkreuzfahrten in Ägypten sollen von neuem Asyut Staudamm profitieren

Asyut ist eine Stadt mit etwa 400.000 Einwohnern, die am westlichen Nilufer ziemlich genau in der geographischen Mitte zwischen der ägyptischen Hauptstadt Kairo und Luxor liegt. Auch wenn Asyut die Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements ist, so erlangte die Stadt am Nil ihre über Ägypten hinausreichende Bekanntheit vor allem wegen des Staudamms, der hier bereits seit über 100 Jahren die Fluten des Nils bändigt. Demnächst soll das marode Bauwerk durch einen neuen Asyut Staudamm nahe der Stadt ersetzt werden, womit Ägypten gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt.

In erster Linie soll der neue Asyut Staudamm am Nil der Stromgewinnung und der Wasserversorgung von rund fünf Millionen Menschen in seinem Einzugsgebiet dienen. Die Landswirtschaft bildet für einen Großteil der am Nil lebenden Bevölkerung in Ägypten die wesentliche Existenzgrundlage, die wiederum nur mit ausreichender Bewässerung mit der nötigen Effizienz betrieben werden kann. Angenehmer Nebeneffekt, neben der Nutzung von erneuerbaren Energien und dem landwirtschaftlichen Zweck, ist die Regulierung des längsten Flusses der Welt, von der auch die Nilkreuzfahrten profitieren werden.

Das Projekt wurde mit Kosten in Höhe von umgerechnet 475 Millionen Euro veranschlagt. Rund ein Fünftel davon, genau 91,67 Millionen Euro, wird Deutschland in Form einer Kredits der KfW beisteuern. Eine von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) angeführte Delegation aus Deutschland ist am heutigen Dienstag in Ägypten eingetroffen, um die entsprechenden Verträge zu unterzeichnen und damit den Baubeginn des neuen Asyut Staudamms voranzubringen.

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