Tunnel im Tal der Könige - Archäologische Sensation bleibt aus

Das Tal der Könige im Süden von Ägypten zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Land der Pharaonen und sind daher auch ein fester Bestandteil bei den Ausflügen während der Nilkreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan. Nur wenige Kilometer von Luxor entfernt und damit bei den meisten Nilkreuzfahrten in Ägypten eines der ersten Ausflugsziele beherbergt das Tal der Könige unter anderem das Grab des legendären Pharao Tutanchamun. Von einem weiteren Fund im Tal der Könige versprachen sich die Archäologen eine ähnliche Bedeutung wie von den Gräbern, wurden in ihren Erwartungen aber leider bitter enttäuscht.

Bereits im Jahr 1817 entdeckte der italienische Archäologe Giovanni Belzoni im Tal der Könige am Nil ein Grab, das Pharao Sethos I. zugeordnet werden konnte. Unter dem Grab begann ein Tunnel, dessen weiterer Verlauf und Ziel bis vor wenigen Tagen völlig unklar blieben. Auf die Suche nach des Rätsels Lösung begaben sich die Archäologen erst wieder vor rund drei Jahren, nachdem es die Hoffnung gab, am Ende des Tunnels auf eine Schatzkammer oder etwas ähnlich Wertvolles zu stoßen.

Auf eine derartige Sehenswürdigkeit müssen die Passagiere der Nilschiffe im Tal der Könige aber weiterhin verzichten. Die Archäologen wissen nun nur, dass "der Tunnel im Tal der Könige genau 174 Meter lang ist und plötzlich im Nirgendwo endet", wie Zahi Hawass, der Leiter der ägyptischen Altertumsverwaltung den neuen Kenntnisstand zusammenfasste. Es wird nun vermutet, dass der Tunnel von Pharao Sethos I. beauftragt wurde, die Arbeiten nach dessen Tod im Jahr 1279 vor Christus jedoch einfach eingestellt wurden. Den ursprünglichen Zweck des Tunnels unter dem Grab des Pharaos hat Sethos I. damit wohl für alle Ewigkeit mit in selbiges genommen. 

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