Versunkene Stadt am Nil bei Kairo entdeckt
Ägypten erweist sich auch Jahrzehnte nach dem Beginn intensiver Ausgrabungen im ganzen Land als wahre Fundgrube für Archäologen aus aller Welt. Am Wochenende bestätigte die Altertumsbehörde in Kairo eine archäologische Sensation, die einem Team aus Österreich am Nil nahe der Hauptpreis gelungen ist. Dabei handelt es sich um eine versunkene Stadt im Nil-Delta nordöstlich von Kairo, die von den Archäologen als die einstige Hauptstadt der Hyksos-Kultur identifiziert wurde.
Die archäologischen Untersuchungen am Nil bei Tal el Dabaa, wo die Stadt der Hyksos entdeckt wurde, stehen zwar erst ganz am Anfang, auf Sicht könnte die Fundstelle aber auch für den Tourismus in Ägypten von Interesse sein. Auch wenn die großen Nilkreuzfahrten in Ägypten meistens zwischen Luxor und Assuan stattfinden, gibt es auch Reiseveranstalter, die kürzere Routen oder eintägige Segeltörns im Norden des Landes anbieten.
Die Geschichte Ägyptens wird zu großen Teilen von den Pharaonen geprägt, die über Jahrtausende hinweg am Nil herrschten. Parallel dazu gelang es den Hyksos, ein ursprünglich aus Asien stammendes Volk, sich im 16. Jahrhundert zumindest vorübergehend in Ägypten am unteren Nil in der Gegend des heutigen Deltas auszubreiten. Die Archäologen hätten die Fundstelle bei Kairo bereits per Radar vermessen und dabei unter der Oberfläche eine vollständige Stadt ausmachen können, wie ein Sprecher der Altertumsbehörde mitteilte.