Startschuss für Assuan-Staudamm fiel vor 50 Jahren
Der Assuan-Staudamm, der die Fluten des Nils im Süden von Ägypten nahe der gleichnamigen Stadt staut, wird zu den zehn größten Projekten gezählt, die die Welt je gesehen hat. Für Ägypten geht die Bedeutung des Assuan-Staudamms am Nil jedoch weit über diesen symbolischen Wert hinaus. Seit mit dem Bau des Assuan-Staudamms im Januar 1960 begonnen wurde, haben sich die Möglichkeiten der Wirtschaft in Ägypten radikal zum Besseren gewendet. Einerseits konnte durch die Kraftwerke am Assuan-Staudamm, die erstmals im Jahr 1967 Strom lieferten, der Energiebedarf für ganz Ägypten zuverlässig gedeckt werden, andererseits gehören Engpässe bei der Bewässerung der landwirtschaftlich wertvollen Böden am Nil seither der Vergangenheit an.
Am gestrigen Montag traf eine eigens aus Russland angereiste Delegation in Kairo mit Vertretern der "Assoziation der Staudamm-Erbauer" zusammen. Bei dieser Gelegenheit wurde nicht nur manches Mal auf den Assuan-Staudamm angestoßen, sondern auch Chancen und Perspektiven der gewaltigen Anlage im Süden von Ägypten erörtert. Aktuell wird der Assuan-Staudamm in Ägypten auch mit deutscher Hilfe modernisiert, wodurch der Betrieb der Wasserkraftwerke am Nil für mindestens vier weitere Jahrzehnte gesichert werden soll. Russland bzw. die UdSSR waren in den 1960er-Jahren maßgeblich an der Finanzierung des 2-Milliarden-Dollar-Projekts am Nil beteiligt.