Echnaton-Reliefs kommen von Luxor nach Amarna
Mehr oder weniger zufällig sind Archäologen bei der Restaurierung einer Mauer am weltberühmten Tempel in Luxor auf sechs Reliefs gestoßen, die teilweise das Abbild von Pharao Echnaton zeigen. Luxor ist Start und Ziel der meisten Nilkreuzfahrten in Ägypten, weshalb auch der dortige Tempel regelmäßiger Bestandteil von Ausflügen im Rahmen von Nilkreuzfahrten ist. Pharao Echnaton ließ im heutigen Amarna, einige Kilometer nilabwärts von Luxor gelegen, die Stadt Achet-Aton gründen. Genau dorthin, nach Amarna, sollen die spektakulären Funde aus Luxor nun gebracht werden, um dort untersucht und später gegebenenfalls ausgestellt werden zu können.
Pharao Echnaton regierte im Alten Ägypten etwa von 1340 - 1324 vor Christus und ist nicht nur einer der bekanntesten, sondern auch außergewöhnlichen Pharaos, der der Wissenschaft heute bekannt ist. Nachdem der eigenwillige Herrscher zunächst auf den Namen Amenhotep IV. hörte, nannte er sich später nur noch Echnaton und pflegte auch eine andere Weltanschauung als die übrigen Pharaonen im Alten Ägypten. Pharao Echnaton war ein Verfechter des Monotheismus, also des Glauben an nur einen Gott, und zwar an den Gott Aton.
Aus diesem Grund ließ Pharao Echnaton am Nil die Stadt Achet-Aton errichten, in der dieser Götterkult außerhalb des Einflusses der Amun-Priester ausgeübt werden konnte. Heute ist Achet-Aton als Amarna bekannt und vor allem für die Archäologie in Ägypten von Bedeutung. Touristen oder Nilkreuzfahrten finden hingegen eher selten den Weg nach Amarna, sondern interessieren sich mehr für den Nil zwischen Luxor und Assuan.